Chrome strahlt in Europa nicht
Wie die französische Webstatistik Firma Xiti berichtet konnte Google Chrome auch 3 Monate nach seinem ersten Release keine nennenswerten Marktanteile in Europa erreichen.
Auch wenn Chrome mit einer sehr schnellen JS Verarbeitung, und einer gefälligen Oberfläche glänzen kann haben bisher erst 1,1% der europäischen Internetnutzer für sich gewinnen können.

Dabei wurde der Browserneuling von vielen Analysten anfangs begeistert gefeiert.
Gar ein Aufstieg bis zu 20% Marktanteil in 12 Monaten wurde von manchen für möglich gehalten.
Momentan scheint es aber eher so, als ob lediglich einige Entwickler und andere technisch Interessierte Benutzer Chrome nutzen.
Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Die meisten Poweruser nutzen Firefox und haben ihre Sammlung an Erweiterungen schätzen gelernt.
Chrome bietet kein vergleichbares Erweiterungssystem. Ausserdem ist die Bookmarkverwaltung von Chrome weniger weit entwickelt als die von Firefox.
Auch ist Firefox hinsichtlich Renderinggeschwindigkeit und Standardtreue so gut wie gleich auf.
Darüber hinaus misstrauen viele Poweruser Google und seinen Datensammelpraktiken.
So überträgt Chrome sowohl eine eindeutige Anwendungs ID als auch die IP des Nutzers an Google.
Viele Firmen Nutzen Internet Explorer, da man ihn zentral verwalten und absichern kann.
Ausserdem benötigen viele Firmen IE nach wie vor für interne Anwendungen.
Einfache Computernutzer tendieren onehin dazu , den Browser zu nutzen der mit Ihrem PC kommt.
Google Chrome ist also insgesamt eher (zu) spät auf der Browserparty und bietet nichts was die etablierten Alternativbrowser nicht bieten.
Ausserdem fehlen einige wichtige Funktionen wie ein Erweiterungssystem, eine Bookmarks und RSS Feeds verwaltung, etc.
Google beste Chance die Verbreitung von Chrome zu fördern , dürften wohl Verträge zur Vorinstallation mit OEMs sein.
Ob dies Chrome zu nennenswerten Marktanteilen in 2009 verhelfen wird bleibt jedoch abzuwarten.