Archiv der ‘Netzpolitik’ Kategorien
Encyclopedia Britannica stoppt nach 244 Jahren die Druckerpresse
Die Encyclopedia Britannica war für ein Vierteljahrtausend das massgebliche Nachschlagewerk für Wissen aller Art.
244 Jahre standen die 32 Bände der Britannica in den Regalen von Lehrern, Wissenschaftlern, Bildungsbürgern und vielen Anderen die sich für Wissen interessierten. Die Informationen die durch die Britannica verbreitet wurden, waren authoritativ.
Die Britannica wurde von einer Redaktion gepflegt und in regelmässigen Abständen aktualisiert.
Es war Das Kathedralen-Modell. Und es war gut so. Britannica war sicher ein grosser Fortschritt für die Verbreitung und Zugänglichmachung von Wissen.
Nun hat Britannica ihren Lauf beendet. Sie wird lediglich noch als online-Ausgabe weiter existieren.
Allerdings ist der geschlossene Ansatz den Britannica verfolgt heute nicht mehr zeitgemäss.
Die Britannica kann Wikipedia weder beim Umfang noch bei der Qualität der Informationen das Wasser reichen.
Mapping Dienst für das Heilige Römische Reich
Die University of Pourtsmouth hat unter http://www.oldmapsonline.org eine riesige Sammlung alter Karten veröffentlicht.
Sie verfolgen mich!? Ein Web Tracking Experiment
Viel war in den letzten Monaten über Privatsphäre und Datenschutz im Internet zu lesen.
Ein besonders heisses Thema ist hierbei das sog. “Tracking” von Usern mittels Cookies.
Kritiker befürchten das sich durch das Tracking von Nutzeraktionen auf verschiedenen Seiten komplette Profile erstellen lassen und wir so zum “gläsernen Menschen” werden.
Wie schlimm ist es nun aber wirklich ?
Um das herauszufinden habe ich mir das Firefox Addon Collusion installiert.
Es speichert alle Seiten die ich besuche, und ermittelt von welchen Servern diese im Hintergrund (Drittanbieter) Cookies nachladen.
Collabtive 0.7 veröffentlicht
Nach längerer Entwicklungsphase wurde nun endlich Collabtive 0.7 veröffentlicht.
Es ist unser grösstes Release bisher, mit über 60 Änderungen.
Fund-o-Mat veröffentlicht
Das Erstellen und Verwalten von Anträgen auf Forschungsgelder ist eine der ebenso notwendigen wie lästigen Pflichten im wissenschaftlichen Betrieb.
Google beendet Zensur in China
Google hat heute angekündigt seine Geschäfte in China neu zu überdenken.
In der letzten Zeit kam es aus China wohl zu Hackingangriffen auf die Google Server.
Google stuft diese Angriffe als “very sophisticated” ein. Dies dürfte ein deutlicher Hinweis auf die Beteiligung staatlicher Stellen an diesen Hacks sein.
Darüber hinaus beklagt Google SVP Drummond, dass China im letzten Jahr weitere Einschränkungen bei der Meinungsfreiheit im Web durchgeführt hat.
Dies hat Google nun seine Strategie in China neu überdenken lassen.
Man ist ab sofort nicht mehr bereit, seine Suchergebnisse zu zensieren.
Man wolle mit der Regierung verhandeln, um eine ungefilterte Suchmaschine zu betreiben.
Sollte dies nicht möglich sein werde man Google.cn und die chinesische Google Niederlassung schliessen.
Studiengebühren im Saarland fallen sofort weg
Nachdem die Jamaika-Koalition bereits bei den Koalitionsverhandlungen eine Abschaffung der Studiengebühren im Saarland beschlossen hatte, wurde nun ein entsprechender Gesetzesentwurf im Landtag in erster Lesung beschlossen. Er besagt, dass die Studiengebühren an den saarländischen Hochschulen ab sofort wegfallen sollen. Bei der Rückmeldung zum Sommersemester 2010 werden sie also bereits nicht mehr fällig, zu zahlen ist dann nur noch der Semesterbeitrag, der je nach Hochschule zwischen 100€ und 150€ liegt.
Von dem Entwurf nicht betroffen sind die Gebühren für ein Zweit- oder Langzeitstudium.
Ebenfalls nicht geregelt wird die Ausschüttung von finanziellen Mitteln vom Land an die Hochschulen zur Kompensation der Mindereinnahmen aus den wegfallenden Studiengebühren. Man will dies später regeln, was jedoch bei den Studiengebühren selbst nicht möglich sei, da bereits im Januar teilweise die Rückmeldefrist zu laufen beginnt.
Professor der Saarland-Universität erhält Leibniz-Preis
Einer der 10 Leibniz-Preisträger 2010 ist Prof. Dr. Weickert von der Universität des Saarlandes. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekanntgegeben.
Der Professor für Mathematik und Informatik wird für seine Forschung im Bereich der computergestützten Bildverarbeitung ausgezeichnet. Die Auszeichnung bringt außer Ruhm und Ehre auch ein hoch dotiertes Preisgeld mit sich:
In den nächsten 7 Jahren kann der Preisträger über 2,5 Mio. Euro verfügen, die wieder in seine Forschung fließen.
Die Forschungsergebnisse seines Lehrstuhls haben sowohl die industrielle, als auch die medizinische Bildverarbeitung weitergebracht. Die in Saarbrücken entwickelten Algorithmen kommen außerdem im Bereich der Bild- und Videokompression weltweit zum Einsatz.
Prof. Weickert ist auch außerhalb der Forschung sehr engagiert. Für seinen Einsatz im Bereich der Lehre hat er bereits mehrmals von Studenten vergebene Auszeichnungen für seine Vorlesungen erhalten: Weiterlesen »
Studie zur Beschäftigungslage bei Bachelor- / Master-Absolventen
Noch sind sie rar - die Daten zu den Auswirkungen der Bologna-Reform. Eine neue Studie, die in Zeit Online besprochen wird, ändert daran nicht viel.
Laut Zeit Online hat die neue Umfrage ergeben, dass Bachelor- und Master-Absolventen aus Ingenieurs-Studiengängen gerne eingestellt und teilweise besser bezahlt werden, als Diplom-Ingenieure.
So gaben 12 Prozent der Personalchefs an, Universitätsabsolventen mit Master von Anfang an mehr zu zahlen als ihren Dipl.-Ing-Kollegen, nur knapp 3 Prozent entlohnen schlechter.
ClickandBuy ebenso unsicher und servicefeindlich wie PayPal
Nachdem ich mich tagelang mit dem miserablen Kundenservice von PayPal auseinandersetzen musste, weil jemand dort mit meiner Bankverbindung ein Konto eröffnet und mein Geld ausgegeben hatte, habe ich nun das gleiche Problem mit ClickandBuy.
Dieses Unternehmen praktiziert offenbar - ebenso wie PayPal - eine völlig unsichere Verifizierung von Kontodaten:
Derjenige, der einen Account bei ClickandBuy haben möchte, meldet sich unter Angabe einer eMail-Adresse und einer Kontoverbindung an. Die Kontoverbindung wird verifiziert, indem ein Cent-Betrag überwiesen wird. Im Verwendungszweck der Überweisung wird ein Bestätigungs-Code angegeben, den man bei ClickandBuy eingeben muss. Danach ist sichergestellt, dass der Account-Inhaber auch Inhaber (oder Bevollmächtigter) des Bankkontos ist. Weiterlesen »