Studie zur Beschäftigungslage bei Bachelor- / Master-Absolventen
Noch sind sie rar - die Daten zu den Auswirkungen der Bologna-Reform. Eine neue Studie, die in Zeit Online besprochen wird, ändert daran nicht viel.
Laut Zeit Online hat die neue Umfrage ergeben, dass Bachelor- und Master-Absolventen aus Ingenieurs-Studiengängen gerne eingestellt und teilweise besser bezahlt werden, als Diplom-Ingenieure.
So gaben 12 Prozent der Personalchefs an, Universitätsabsolventen mit Master von Anfang an mehr zu zahlen als ihren Dipl.-Ing-Kollegen, nur knapp 3 Prozent entlohnen schlechter.
Dabei hat das wirtschaftsnahe Forschungsinstitut IW Köln und der Verein Deutscher Ingenieure leider nur eine sehr kleine Stichprobe von 362 Betrieben befragen können, in denen bereits Mitarbeiter mit den neuen Abschlüssen eingestellt wurden. Es gibt bislang wenige Absolventen mit Master oder Bachelor, insbesondere da man sich lange gesträubt hat, den ur-deutschen, hoch angesehenen “Dipl.-Ing.” abzuschaffen.
Dass außerdem in einer Branche mit massivem Fachkräftemangel jeder Absolvent gerne genommen wird, dürfte nicht nur die Beschäftigungszahlen im Vergleich zu anderen Bereichen in die Höhe treiben. Dieser Umstand wird zusätzlich einige der Befragten dazu verleitet haben, die Chancen der Bologna-Absolventen rosiger darzustellen, als sie sind. Man will ja den Nachwuchs nicht verschrecken.
Aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf die allgemeine Akzeptanz der neuen Abschlüsse zu ziehen, wäre also falsch. Es bleiben breiter angelegte Studien abzuwarten.