Google hostet Javascript Frameworks
Gestern hat Google einen neuen Dienst gestartet: die “Ajax libraries API”.
Bei diesem Angebot hostet Google die JS Dateien von beliebten Javascript Bibliotheken, die bei der Ajax Entwicklung häufig eingesetzt werden.
Folgende Bibliotheken werden angeboten:
- jQuery
- Prototype
- script.aculo.us
- MooTools
- dojo
Diese von Google gehosteten Bibliotheken können dann über bestimmte URLs , oder einen JS loader in eigene Anwendungen eingebunden werden.
Die Einbindung über eine URL erfolgt einfach über den Script Tag.
Ein Beispiel für Prototype
<script src="http://ajax.googleapis.com/ajax/libs/prototype/1.6.0.2/prototype.js"></script>
Google verspricht sich davon einige Vorteile für Entwickler:
- Besseres Caching der JS Dateien
- Google hat ein weltweit verteiltes Content delivery Network
- Die Google Server sind sehr schnell
Ich sehe das nicht ganz so positiv.
Ich denke die Vorteile die Google nennt wiegen nicht wirklich schwer.
Als Entwickler sollte man sich onehin darum kümmern die JS Dateien nur zu senden wenn es WIRKLICH nötigt ist, komprimierte Versionen zu verwenden, etc.
Ich sehe die Vorteile dieses Angebots eher bei Google:
- Google bekommt weiteren Einblick in das Nutzungsverhalten der Nutzer solcher Anwendungen
- Google könnte “modifizierte” Versionen der Bibliotheken servieren
Hinzu kommen weitere Probleme:
- Google kann den Dienst jederzeit einstellen
- Man weiss nicht wie Google Updates der Bibliotheken handhaben wird
Ich werde mich auf jeden Fall nicht auf diesen Dienst verlassen, sondern meine JS Bibliotheken selbst ausliefern.
[+] Google setzt diese Bibliotheken selber ein, d.h. sie sind in den meisten Fällen eh schon durch Google im Cache, verursachen also keinen nennenswerten zusätzlichen Traffic für Google
Die Nachteile sehe ich ähnlich, finde es aber trotzdem ganz praktisch und könnte mir durchaus vorstellen bei noch kleinen Projekten in der Anfangsphase das auch wohl einzusetzten, einfach um “Traffic zu sparen”.
Denis
28 Mai 08 um 11:47
Hi,
ich denke das Googles Hauptinteresse in der Auswertung des Nutzungsverhalten liegt. Denn wesentlich mehr Traffic fällt für einen Entwickler nicht an, sonst kann man auch das ganze auf ein “echtes” CDN verteilen, wenn es nicht all zu teuer sein, zum Beispiel Amazons S3. Ansonsten kann man auch auf eines der aktuell beliebten große Web2.0igen Logos verzichten
Ich kann mir aber nicht vorstellen das Google ein paar “Extras” in die Libs einbaut, der Imageschaden wäre bei Bekanntwerden einfach zu groß…
Butters
butters
25 Jun 08 um 3:17
Achso, hier steht was zum Updateverhalten, bzw. wie man eine bestimmter Version erhält!
butters
25 Jun 08 um 3:18